Manch einer hat schon einmal den Begriff „Individualreise“ gehört, weiß jedoch nicht genau, was damit gemeint ist. Ähnlich ist es mit dem Begriff „Pauschalreise“. Diese beiden Begriffe bezeichnen das Gegenteil voneinander. Um eine Pauschalreise handelt es sich, wenn man ein fertiges Urlaubspaket bucht, bei dem man – üblicherweise über ein Reisebüro – einen Gesamtpreis für Flug, Unterkunft, eventuell Verpflegung und anderes mehr bezahlt. Um die Einzelheiten der Organisation muss man sich dabei nicht kümmern, das erledigt der Reiseveranstalter, der meist sogar durch einen Reisebegleiter, oft auch als Reiseleiter bezeichnet, vor Ort vertreten ist.
Man hat also einen einzigen Ansprechpartner, der sich um alle Probleme kümmert. Individualreisen sind, wie gesagt, das Gegenteil hiervon. Man stellt dabei seine Reise selbst zusammen. Das kann so aussehen, dass man einfach losfährt und unterwegs alle wichtigen Entscheidungen trifft. Beispielsweise könnte man sich in sein Auto setzen, ohne überhaupt Vorkehrungen für die Reise getroffen zu haben, und sich auf den Weg nach Nordfrankreich machen, wo man dann mit einer Fähre über den Ärmelkanal setzt. Das Ticket dafür löst man einfach an der Fähre. In England angekommen, fährt man von Ort zu Ort und übernachtet unterwegs jeweils in einer der zahllosen kleinen Pensionen, die mit „Bed and Breakfast“ gekennzeichnet sind. Von Tag zu Tag kann man sich entscheiden, wo man als nächstes hin will. Schließlich kehrt man auf ähnliche Weise wieder nach Hause zurück. Man kann aber auch vor der Reise in ein Reisebüro gehen, dort erzählen, was man vorhat, und sich beraten lassen. Dann kann man direkt über dieses Unternehmen Flugtickets buchen, Hotels an bestimmten Orten für bestimmte Tage reservieren und so weiter. Der Vorteil einer Individualreise ist auf jeden Fall, dass man dabei beliebig flexibel ist.