August 24, 2018

Stahl – Ein Klassischer Werkstoff mit Potential

Stahl ist ein hochwertiges Produkt der Basisindustrie. Innerhalb der Europäischen Union ist Deutschland der größte Hersteller von Stahl. Die EU hat ihre Fundamente in der Montanunion und ist damit auf Stahl gebaut. Er ist das wichtigste Produkt für die Automobilindustrie, den Maschinenbau und die Bauwirtschaft. Jährlich werden in Deutschland 44 Mio. Tonnen Rohstahl verarbeitet. Weltweit beschäftigt der Branchenprimus ThyssenKrupp 170.000 Mitarbeiter davon 60.000 in Deutschland. Stahl gibt den Menschen nicht nur Beschäftigung sondern auch Stabilität und Sicherheit. Er ist rund um die Welt ein äußerst begehrtes Handelsgut. Unter den deutschen Händlern nimmt das Unternehmen Klöckner & Co. die Spitzenposition ein.

Tradition und Technik auf sehr hohem Niveau stehen für Produkt Stahl aus Deutschland. Im späten 19. Jahrhundert begann der Aufstieg der deutschen Stahlindustrie. Im 20. Jahrhundert agierten die Stahlbarone an Rhein und Ruhr als Patriarchen und begründeten nicht nur den Mythos des deutschen Stahls sondern eine ganze Industriekultur. Diese war geprägt von einer hohen Arbeitsmoral im durchaus preußischen Sinn und gleichzeitig von Verantwortungsbewusstsein. Das Gemeinwohl spielte eine große Rolle. Siedlungen für die Arbeiter entstanden, Schulen und Krankenhäuser ebenso. Die Marktbedingungen änderten sich und verlangten nach einem Wandel. Investitionen in Forschung und Entwicklung führten in den letzten 100 Jahren zu einer rasanten Entwicklung. Weltweit werden jährlich rund 3.000 Patente auf dem Gebiet der Herstellung und der Verarbeitung von Stahl angemeldet. Ein Drittel davon stammen aus Deutschland.

Anbieter des Spitzenproduktes Stahl sind Händler. Sie kooperieren eng mit den Herstellern. Das deutsche Branchenverzeichnis „Wer liefert was“ listet derzeit 836 Anbieter auf, die im Handel mit Stahl und Stahlerzeugnissen tätig sind. Sie fungieren als Großhändler, Händler und Dienstleister. Die Stahl- und Metallverarbeitung sowie der Handel sind traditionell in der Hand kleiner und mittelständischer Unternehmen. Das europäische Register für Stahlsorten führt rund 2.400 Stähle. Die bekanntesten sind Baustahl, Edelstahl und Werkzeugstahl. Zwei Drittel aller deutschen Industriearbeitsplätze basieren auf der Herstellung und Verarbeitung von Stahl.

Heute agieren die deutschen Stahlproduzenten und Händler auf einem globalen und heiß umkämpften Markt. Restrukturierung von Unternehmen, die zum Teil mit Standortschließungen und dem Abbau von Arbeitsplätzen einher gehen, sind notwendig. Nationale Interessen und globale Märkte sind mitunter schwer zu vereinen. Dennoch wächst die Stahlhandelsbranche im Binnen- und im Außenhandel stetig. Im Export belegte Deutschland 2010 mit 25.352 Tausend Tonnen Rang 4 weltweit. Auf dem Sektor Import liegt Deutschland 2010 mit 22.733 Tausend
Tonnen auf Rang 2.

Lagerung und Lieferung sind Kernaufgaben von Händlern. Ihr modernes Leistungsspektrum geht weiter. Der deutsche Stahlhandel bietet Beratung, Planung, Betreuung für die gesamte Bauphase an. Auch die Weiterverarbeitung von Stahl in Betonstahlbiegereien gehört dazu. Die Überwachung der Qualität von Stahlprodukten nach DIN-Normen, Gütekontrollen und Materialprüfungen stehen für die Leistungskraft und die Erfahrung der deutschen Händler. Schließlich steht Stahl für Stabilität und Sicherheit.

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