Wer Läuse in den Haaren hat, hat auch ein Problem: sie wieder loszuwerden! Bei Kopflausbefall muss man kämmen, kämmen und noch mehr kämmen. Dazu benötigt man einen Spezialkamm mit feinen Zinken. Besser ist es übrigens, kämmen zu lassen.
Sie wird etwa zwei bis drei Millimeter groß, die Laus, sie ist flügellos, platt und etwa so groß wie eine kleine Ameise. Eine Kopflaus sitzt nicht einfach so in den Haaren herum und freut sich des Lebens. Sie muss immer wieder zur Kopfhaut marschieren, um ein kleines Schlückchen Blut zu trinken. Das ist die Nahrung, die sie zum Überleben braucht: Einen Milliliter Blut pro Tag, das ist nicht viel, aber es summiert sich. Vor allem, da man meistens nicht nur eine Laus hat.
Alle zwei bis drei Stunden verlassen sie das Haar, stechen mit ihrem Stechsaugrüssel in die Kopfhaut und saugen. Gleichzeitig gelangen Spuren vom Läusespeichel in die Wunde, die letztlich den Juckreiz verursacht der uns wiederum signalisiert, dass wir unter Kopflausbefall leiden.
Die Nissen, so werden die befruchteten Lauseier genannt, werden von den Läusen am Haaransatz abgelegt, dort herrschen beste Bedingungen für den Läusenachwuchs, es ist warm und feucht. Damit die Kleinen nicht sofort wieder herunterfallen, werden sie mit einer Art Spezialklebstoff ins Haar geklebt. Selbst durch Waschen der Haare sind sie nicht mehr zu eliminieren. Ab jetzt bekommt man sie nur noch mit einem speziellen Läusekamm wieder vom Kopf runter. Mit bloßem Auge sind sowohl die Nissen als auch die Läuse kaum zu erkennen, daher sollte man bei der Suche eine Lupe zur Hand nehmen.