August 29, 2018

Die Entwicklungsgeschichte des Radialreifens

Der Radialreifen wurde im Jahre 1948 vom französischen Reifenhersteller Michelin entwickelt. Der französische Konzern entwickelte den Reifen in enger Zusammenarbeit mit dem französischen Autohersteller Citroen.

Dieser wollte von dem Hersteller einen Reifen haben, der schon vom Aufbau wesentlich robuster war und deswegen eine höhere Lebensdauer aufweisen sollte. Die damals vorhandenen Reifen waren – bezüglich ihrer Lebensdauer und Widerstandsfähigkeit – in keinster Weise mit den modernen Autoreifen heutzutage zu vergleichen.

Damals wurden die Autos mit Diagonalreifen ausgestattet, die in der Regel eine sehr kurze Lebenserwartung aufwiesen. Die Lebensdauer der Reifen zu Beginn des automobilen Zeitalters betrug nur einen Bruchteil dessen, der modernen Reifen heute. Schätzungsweise alle 70 bis 150 km – je Beschaffenheit der Fahrbahn – erwartete zu damaligen Zeit den Autofahrer eine Reifenpanne.

Mit der Entwicklung des Radialreifens gelang den Reifenhersteller Michelin eigentlich der Durchbruch in der Reifenindustrie. Schon die allerersten Radialreifen die vom Unternehmen hergestellt wurden, erwiesen sich als äußerst haltbar und robust. Die Radialreifen hielten mehr als doppelt so lange durch, als vergleichbare Diagonalreifen.

Die wesentliche Weiterentwicklung die beim Radialreifen stattfand, war eine bauspezifische Trennung im Unterbau der Reifen. Der eigentliche Reifenkörper, die Karkasse, besitzt unterhalb der Lauffläche noch zusätzliche Gürtellagen. Diese verleihen dem Reifen eine erhöhte Stabilität sowie verbesserte Laufeigenschaften. Zusammen mit der längeren Lebensdauer, wurden diese Faktoren schon innerhalb von kurzer Zeit, zu den besten Verkaufsargumenten für Radialreifen.

Der Siegeszug der Radialreifen rund um die Welt begann. Heute sind die Mehrzahl der verwendeten Reifen – Sommer- wie Winterreifen – weltweit Radialreifen oder auch umgangssprachlich Gürtelreifen genannt. Diagonalreifen werden eigentlich nur noch für landwirtschaftliche Fahrzeuge oder bei bestimmte Motorsportvarianten eingesetzt bzw. verwendet.

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