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Die agile Existenzgründung

Produkte und Dienstleistungen agil zu handhaben – das ist wichtig für jede Existenzgründung. Zeigen sich nach der Gründung Probleme, sollten die Macher in der Lage sein, schnell und flexibel zu reagieren.

Der Begriff „Agilität“ kommt ursprünglich aus dem Lateinischen. “Agil” zu sein bedeutet, “beweglich” und “flink” zu sein. Auf ein Geschäftsvorhaben übertragen heißt das, während und nach einer Existenzgründung möglichst flexibel und schnell handeln zu können. Der starre Ablauf Idee – Businessplan – Finanzierung ist zwar in den Grundzügen bestimmt richtig, aber kein Garant für den Erfolg eines Unternehmens. Besonders die langfristige Entwicklung eines Unternehmens sollte agil gestaltet werden.

Der Businessplan kann und soll nur die Basis für eine Existenzgründung darstellen und die ersten Schritte festlegen. Oft wird aber der Fehler gemacht, schon vor einer Existenzgründung genau festzulegen, welche Dienstleistungen oder Produkte es geben soll und von dieser Planung auf keinen Fall abzuweichen. Oft wird vom Plan auch dann nicht abgewichen, wenn sich zeigt, dass der Plan nicht haltbar ist. Zeigt sich also, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung im Rahmen einer Existenzgründung schwer an denn Mann oder die Frau zu bringen ist, sollte reagiert werden – schnell und flexibel.

In der Software-Entwicklung läuft es beispielsweise anders: Hier werden Methoden der agilen Produktentwicklung angewendet, die in Grundzügen auch auf kleine Existenzgründungen übertragbar sind. Dabei ist es sehr wichtig, potentielle Kunden in die Produktentwicklung mit einzubeziehen. Wer Produkte herstellt, die keiner haben will, riskiert ein Regal voll mit Ladenhütern. Im übertragenen Sinn trifft das auch auf Dienstleistungen zu: Wenn es nach ihnen keine Nachfrage gibt, bleibt man auf ihnen sitzen.

Wer agil agieren will, muss daher zuerst verinnerlichen, dass sich Entscheidungen an den Bedürfnissen der Kunden ausrichten sollten und nicht an individuellen Wunschvorstellungen und Präferenzen des Gründers. Dazu muss man diese zuerst loslassen können: Eine Geschäftsidee muss nicht auf Biegen oder Brechen genau in der geplanten Ausgestaltung funktionieren. Eine agile Existenzgründung, bei der man Spielraum zur Veränderung, Ergänzung und Erweiterung der Geschäftsidee lässt, hat mehr Aussicht auf dauerhaften Erfolg mit der Existnezgründung.

Autorin: Andrea Claudia Delp, www.amaveo.de, info(at)amaveo.de

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